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Das Vereinsleben erwacht

Marienwallfahrt

Die 50er Jahre mit dem überall in Schermbeck erwachenden Vereinsleben haben der KAB-Kapelle unter den Dirigenten Clemens Bromberg und Rudi Beuger (1954-1960) zahlreiche Auftritte beschert. Kaplan Küppers unterstützte die Kapelle in besonderer Weise. „Er besorgte uns Noten und brachte uns jeweils die neuesten Schlager mit“, weiß Hubert Dahlhaus in der Rückschau zu berichten. Mit peppiger Musik beeindruckten die Blasmusiker bei den Festen der Kolpingsfamilie und der KAB ebenso wie bei der Kilian-Vorparade. Im Jahre 1952 beteiligte sich die KAB-Kapelle erstmals wieder an der Kevelaer-Wallfahrt.

Ein erster Höhepunkt sollte zwei Jahre später die Glockenweihe in St. Ludgerus werden. Als der Domkapitular Tenhumberg wenige Tage vor Weihnachten unter Assistenz des Pfarrers Gerdemann und des Kaplans Große-Berkenbusch die vier neuen Glocken weihte, war auch die KAB-Kapelle mit von der Partie.
Die beiden musikalischen Grundrichtungen, kirchliche und weltliche Musik, gingen besonders nach den Prozessionen reibungslos ineinander über. Nach den damals sehr langen Prozessionen waren die Teilnehmer froh, wenn sie sich vor der Gaststätte Menting ausruhen konnten und dabei mit zünftiger Unterhaltungsmusik fürs Durchhalten bei der Prozession entschädigt wurden. Platzkonzerte am Voshövel, musikalische Vorträge während des Kilian-Frühschoppens und die Teilnahme am ersten Schubkarrenrennen der Kolpingsfamilie nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1954 verstärkten die Bestrebungen der Kapelle, sich ein weltliches Standbein zuzulegen.

Schä-Bau-Da-Da-Quartett

Als der aus Kamp-Lintfort stammende Dirigent Rudi Beuger die Blaskapelle verließ, bröckelte die Musikgruppe auseinander. Ein paar Musiker blieben bei der Stange. Dazu gehörten die Mitglieder des „eisernen“ Quartetts, das nach seinen Mitgliedern Hubert Schäfer (Trompeter), Helmut Baumeister (Tenorhorn), Hubert Dahlhaus (Trompete) und Johannes Dahlhaus (Posaune) den Namen „Schä-Bau-Da-Da-Quartett“ trug. Die vier Musiker begleiteten die Wallfahrer nach Kevelaer und die Teilnehmer an den Prozessionen in Schermbeck. Daneben kam die Geselligkeit nicht zu kurz. An einen Maigang des Quartetts kann man sich noch bestens erinnern. Wanderlieder wurden auf dem Weg nach Lembeck durch die Freudenberger Heide gespielt. Die Rückfahrt mit dem Bus endete bei Triptrap an der Erler Straße, wo es reichlich Wacholder fürs Quartett gab.

In jenen Jahren ab 1960 übernahm der langjährige Dirigent Hubert Dahlhaus die musikalische Leitung. Zwar konnten ein paar Mitglieder hinzu gewonnen werden, aber die Besetzung war dennoch so dünn, dass sich Hubert Dahlhaus mehr als einmal Gedanken machen musste, wie er genügend Bläser zu einem Auftritt mitbringen konnte. „Manchmal hat Hubert sie persönlich sonntags an der Theke bei Overkämping abgeholt“, erinnert sich seine Ehefrau und er habe dabei offensichtlich in Kauf genommen, dass aus der „Einklang“ beim Auftritt bisweilen ein „Mehrklang“ wurde. Gleich zweimal wurde damals in der Woche geprobt.



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